Geschichte und Theorie der Gestaltung

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Die Geschichte des Webdesigns

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Webdesign und Internet sind eng miteinander verknüpft, denn ohne die von Webdesignern erstellten Layouts und Grafiken hätte sich das Internet wohl kaum zu einem so erfolgreichen Medium entwickelt. Möchte man einen Schritt weiter gehen, kann die Geschichte des Internets gleichzeitig als die Geschichte des Webdesigns betrachtet werden.

Am Anfang war der Code: HTML

Am Anfang stellte das Internet lediglich „eine Plattform für den Austausch von Informationen“ (Jendryschik 2009: 14) dar und bestand aus der Auszeichnungssprache HTML, welche zur Erstellung einfacher Inhalte im Internet genügte. Mitte bis Ende der 1990er-Jahre erlebte das Internet einen enormen Aufschwung und HTML wurde zum „Universalwerkzeug für die Veröffentlichung und visuelle Gestaltung von Multimedia“ (ebd.).

Mehr Aufwand als Kreativität

In diesen Anfängen des Webdesigns bedeutete es Tabellen und auflockernde Elemente einer Webseite mit komplexen, verschachtelten HTML-Befehlen zu gestalten. Ein Unterschied zwischen Entwicklern, Redakteuren und Designern existierte nicht, was jedoch zu viel Frustration führte. Denn ein ansprechendes, einheitliches Layout zu gestalten war ein stundenlanges, theoretisches Unterfangen, welches keineswegs dem künstlerischen Anspruch bzw. der Vorstellung eines kreativen Arbeitsprozesses eines Gestalters genügte.

CSS als Chance für Webdesigner

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Mit vermehrter Popularität des Internets wurde schließlich CSS entwickelt und HTML in mehrere Sprachvarianten aufgeteilt. Die Chance, welche das CSS für das Design bot, wurde jedoch nicht gleich am Anfang realisiert. Erst mit der Zeit entdeckten die zukünftigen Webdesigner die Möglichkeiten dieses firmenunabhängigen, offen dokumentierten und frei verwendbaren Standards, der ebenso wie HTML vom W3-Konsortium normiert (vgl. Selfhtml e. V.: www) und 1996 als W3C-Empfehlung veröffentlicht wurde. Grundsätzlich ermöglichen Stylesheets wesentlich mehr Gestaltungsfreiräume als der Standard HTML. Nun war es viel einfacher Hintergrundfarben zu wechseln oder auch akustische Signale in Webseiten einzubinden.

Dynamische Webseiten

1995 wurde schließlich JavaScript entwickelt, welches das Erstellen dynamischer Webseiten ermöglichte. Dazu befindet sich im XHTML-Dokument, neben dem entsprechenden Quellcode, auch noch JavaScript. Diese Programmiersprache wurde von Brendan Eich von Netscape Communications entwickelt. Wie JavaScript jedoch explizit zu definieren ist und was ein JavaScript-fähiger Browser können muss, wurde im Gegensatz zu HTML und CSS als geschlossene technische Spezifikation, nicht festgelegt (vgl. molily: www). Dennoch ermöglicht diese Programmiersprache auch Anfängern das Gestalten einer dynamischen Webseite. Trotzdem handelt es sich um eine komplexe Programmiersprache, die ihre volle Entfaltung nur in Händen professioneller Webdesigner finden wird.

Fazit

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich das Internet und die Möglichkeiten für das Webdesign rasant und vielfältig entwickelt haben. Dadurch entstanden voneinander trennbare Arbeitsbereiche, die es ermöglichen einen Webauftritt mit viel Kreativität und Einfallsreichtum zu gestalten.

Quellen:

Jendryschik, Michael (2009): Einführung in HTML, CSS und Webdesign. Standardkonforme, moderen und barrierefreie Websites erstellen. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. München: Addison-Wesley Verlag.
Molily (o. A.): JavaScript. Entstehung und Standardisierung. Online verfügbar: http://molily.de/js/standards.html [Stand: 15.05.2012].
Selfhtml e. V. (2007): Stylesheets und HTML. Online verfügbar: http://de.selfhtml.org/css/intro.htm [Stand: 15.05.2012].